| Die Open Space Konferenz ist eine neuartige Konferenztechnik, um das ungenutzte Wissen zu erschließen. Die Idee besteht darin, das "ganze System", das heißt z. B. Führung und Mitarbeiter/innen eines Unternehmens, Berater, Trainer, Kunden aus einer Region in einem Raum zu versammeln. Ausgangspunkt ist die Frage, welche Themen nach Meinung der Beteiligten behandelt werden müssen, um z. B. ein Unternehmen auf die absehbaren Zukunftsherausforderungen vorzubereiten.
Das Open Space soll z. B. dazu dienen, das komplexe System, das mit einem Unternehmen in Verbindung steht zusammenzubringen. Die Konferenz dient dazu, die Probleme gemeinsam zu erörtern und Ideen und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens zu gestalten. Ablauf der Konferenz Zwischen 50 und 300 Personen sitzen in einem Kreis und schreiben das Thema auf ein Blatt, das sie für zentral halten und mit dem sie sich beschäftigen möchten. Sie stellen ihr Thema vor und heften ihr Blatt an Tafeln. Wenn alle Themen benannt sind, können sich die TeilnehmerInnen denjenigen Gruppen zuordnen, die sie für besonders wichtig halten. Die Gruppen arbeiten eigenständig und haben nur eine Pflicht: Sie sollen die Ergebnisse ihrer Arbeit am bereitstehenden Computer dokumentieren. Am ersten Tag finden so in Zweistunden-Blocks eine Vielzahl von Sitzungen statt. Am Ende des Tages stellt das Moderatorenteam die Gruppenberichte zusammen und druckt eine Dokumentation, die die TeilnehmerInnen schon am nächsten Morgen erhalten. Kaffeepause als Organisationsprinzip Ausgangspunkt der Open Space Konferenz ist die Beobachtung Harrison Owens, dass auf Konferenzen Kaffeepausen häufig die effektivsten Ergebnisse brachten, weil die TeilnehmerInnen dort diskutieren, was sie besonders interessiert und wichtige Kontakte knüpfen. Im Open Space wird die Kaffeepause zum Organisationsprinzip: Jeder soll nur diejenigen Themen benennen, die ihn wirklich interessieren und er soll nur solange in einer Gruppe bleiben, wie er empfindet, dass dort etwas Wichtiges geschieht. Nach dem Gesetz der zwei Füße soll er die Gruppe sofort verlassen, wenn er den Eindruck hat, dass für ihn Unwichtiges geschieht. Auf diese Weise werden in kürzester Zeit die wirklich wichtigen Themen herausgearbeitet und jeder ist mit höchstem Engagement bei der Sache. In Open Space Konferenzen gelingt es so, innerhalb von zwei Tagen das unerschlossene Wissen der UnternehmensvertreterInnen herauszuarbeiten und allen in einer Dokumentation zugänglich zu machen. Darüber hinaus entstehen vielfältige Kontakte, bilden sich Wissensnetzwerke und entstehen optimal zusammengesetzte Umsetzungsteams. Im Open Space schafft der Moderator einen freien, "unverregelten" Raum, der sichtbar macht, was an ungenutzten Problemlösungs-fähigkeiten und kreativen Potenzialen in einem Unternehmen enthalten ist. Im Open Space lernt jeder von jedem. Alle erkennen, welche Fähigkeiten sie zur gemeinsamen Lösung der Zukunftsherausforderungen haben. Alle erhalten in nur zwei Tagen einen Einblick in das vorhandene Problemlösungspotential der Unternehmen und sie wissen an wen sie sich wenden können, wenn sie in ihrem Gebiet weiter kommen möchten. Beispiel aus der Industrie Firmen wie Hewlett-Packard haben erkannt, dass das Open Space eine genial einfache Methode ist, vorhandenes Wissen zu erschließen und gemeinsame Problemlösungskompetenzen zu mobilisieren. Es funktioniert, weil es an die Stelle der Bevormundung durch externe Experten die Würdigung der ungenutzten Fähigkeiten der Mitarbeiter setzt. Im gleichberechtigten Austausch mit Firmen- und Branchenmitgliedern können wir unser Wissen erweitern und zu neuen Dimensionen der Problemlösung vordringen. An die Stelle von Druck und Kontrolle treten Offenheit und Gelassenheit - Eigenschaften, die sich als notwendige Bedingungen zur Freisetzung von Kreativität erwiesen haben. Wenn Sie Interesse an der Durchführung von internen Workshops haben, können Sie jeder Zeit mit uns über folgende E-Mail-Adressen in Kontakt treten: info@isi-partner.de |