Möglichkeiten und Grenzen internetbasierter Zukunftsmoderation

1. Zusammenfassung
1.1 Das Untersuchungsfeld
1.2 Untersuchungsansatz
1.3 Ziele der Untersuchung

2. Stand der Forschung
2.1 Die Theorie der Kreativen Felder
2.2 Die prozessorientierte Zukunftsmoderation
2.3 Virtuelle Gemeinschaften

3. Aufbau der Dissertation
3.1 Kriterien zur Durchführung einer Zukunftswerkstatt-online

4. Untersuchungsmethoden

5. Zeitplanung und Ablauf der Untersuchungen

6. Literaturverzeichnis

Betreuung: Prof. Dr. Olaf-Axel Burow


1. Zusammenfassung

Die Ergebnisse dieser Dissertation bestehen darin, die Leistungen von Verfahren der "prozessorientierten Zukunftsmoderation" bei der Durchführung von Zukunftswerkstätten im Internet zu überprüfen, Verbesserungsmöglichkeiten zu entwickelt und mögliche Unterschiede in verschiedenen Anwendungsfeldern und Zielgruppen herauszuarbeiten. Weiterhin werden dem Leser Empfehlungen für die Durchführung von Zukunftswerkstätten im Internet mit konkreten Handlungsanweisungen zu Verfügung gestellt.

1.1 Das Untersuchungsfeld

Das Untersuchungsfeld dieser Arbeit besteht in der Weiterentwicklung der Methoden Zukunftswerkstatt im Internet. Eine Plattform auf der Basis von Websites wird eingerichtet, mit der die o. g. Methode in unterschiedlichen Gruppen angewendet wird. Die Zielgruppen sind TeilnehmerInnen von Kooperationsprojekten zwischen Schulen und Unternehmen, Jugendlichen und StudentInnen.

Die ausgewählten Gruppen werden zu bestimmten Themen die Zukunftswerkstätten im Netz durchlaufen, die von mir als Teletutor moderiert und wissenschaftlich begleitet werden.

1.2 Untersuchungsansatz

Zu Beginn steht eine Literaturrecherche zu Kommunikations- und Wirkungsprozessen der Methode Zukunftswerkstatt. Zugleich werden Erkenntnisse über virtuelle Gemeinschaften zusammengefasst. Die Analyse zur Durchführung von Zukunftswerkstätten im Internet beginnt mit der Befragung der Initiatoren der einzelnen ausgewählten Projekten. Hier werden die Absichten und Ziele per Leitfadeninterview erfragt.

Schwerpunkt der Untersuchung ist die Befragung der einzelnen TeilnehmerInnen der Projekte, die direkt vor und nach der Durchführung einen Fragebogen beantworten. Nach einem Jahr erfolgt eine weitere Befragung der TeilnehmerInnen, die Erkenntnisse über die Auswirkungen des Prozesses im Internet liefern soll.

1.3 Ziele der Untersuchung

Die Untersuchung dient dazu, eine explorative Erkundung möglicher Wirkungen in der Anwendung der Methode Zukunftswerkstatt im Internet durchzuführen. Das vorrangige Ziel ist die Herausarbeitung von Kriterien für eine erfolgreiche Durchführung von virtuellen Zukunftswerkstätten im Internet. Hierbei insbesondere die Optimierung des Kommunikationsprozesses der Methode Zukunftswerkstatt im Internet sowie eine Anleitung zur Durchführung. Die Kernfragen der Arbeit lauten:

Welchen Einfluss hat die Technologie des Internets auf die Entfaltung von Kreativen Feldern?
Wie müsste eine virtuelle Gemeinschaft, die mittels der Methode Zukunftswerkstatt moderiert wird, beschaffen sein, damit ungenutzte kreative Potenziale entfaltet werden können?

2. Stand der Forschung

Unter 2.1 folgt die Kurzbeschreibung der Theorie der Kreativen Felder. Die Darlegung der Methode Zukunftswerkstatt als Ansatz prozessorientierter Zukunftsmoderation schließt sich an (2.2). Den Abschluss dieses Teiles bildet die Darstellung der wissenschaftlichen Grundlagen im Bereich der virtuellen Gemeinschaften (2.3).

2.1 Die Theorie der Kreativen Felder

In seinem Buch "Die Individualisierungsfalle - Kreativität gibt es nur im Plural" (vgl. Burow 1999) beschreibt Burow Kreative Felder als Handlungsräume von SynergiepartnerInnen, deren Leistungen und Fähigkeiten sich durch die Struktur des Feldes und die Beziehung der Mitglieder des Feldes in besonderer Weise organisieren und ergänzen und so zum gewünschten Erfolg führen. Eine entsprechende Definition des Kreativen Feldes lautet:

"Das Kreative Feld zeichnet sich durch den Zusammenschluss von Persönlichkeiten mit stark unterschiedlich ausgeprägten Fähigkeiten aus, die eine gemeinsam geteilte Vision verbindet. Diese zwei (oder mehr) unverwechselbaren Egos, die sich trotz ihrer Verschiedenheit eines gemeinsamen Grundes bewusst sind, versuchen in einem wechselseitigen Lernprozess ihr kreatives Potenzial gegenseitig hervorzulocken, zu erweitern und zu entfalten."(vgl. ebd., S. 123)

Die Theorie des Kreativen Feldes basiert auf den Analysen der soziologischen Feldtheorie (vgl. Bordieu 1982), der sozialpsychologischen Feldtheorie (vgl. Lück 1996), der physikalischen Feldtheorie (vgl. Wheatley 1997) und der biologischen Feldtheorie (vgl. Kelly 1997) sowie vielfältigen Erkenntnissen aus der Kreativitätsforschung (vgl. Csikszentmihalyi 1997) .

Burow setzt die Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Disziplinen der Feldforschung miteinander in Verbindung, entwickelt sie weiter und gelangt so zu einem "völlig veränderten Blickwinkel" . Aus seiner Sicht ist Kreativität vor allem eine Konsequenz besonders organisierter sozialer Unterstützer-Felder, die er "Kreative Felder" nennt. Kreativität ist nicht auf besondere Begabungen oder außergewöhnliche geniale Leistungen zurückzuführen, sondern "fast jeder ist zu überragenden kreativen Leistungen fähig, wenn er ein geeignetes Kreatives Feld findet oder aufbaut". Das kreative Potenzial liegt dementsprechend nicht allein im Einzelnen sondern in der besonderen Struktur des gesamten Feldes, das sich um eine - alle Teile des Feldes verbindende - Vision organisiert, in deren Rahmen sich eine gewisse Führungsvielfalt etabliert. Die Mitglieder stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander, deren Grundlage gegenseitiges Vertrauen in die Fähigkeiten und die Kompetenzen der jeweiligen Partner ist. Es handelt sich um Synergie-Beziehungen, in denen jeder von den Potenzialen des anderen profitiert.

Kreative Felder lassen sich entsprechend der o. g. Ausführungen durch folgende Grundlagen/ Grundbedingungen charakterisieren:

eine dialogische Beziehungsstruktur (Dialog),
ein gemeinsames Interesse (Produktorientierung),
eine Vielfalt unterschiedlicher Fähigkeitsprofile (Vielfalt und Personenzentrierung),
eine Konzentration auf die Entfaltung der gemeinsamen Kreativität (Synergieprozess),
eine gleichberechtigte Teilhabe ohne Bevormundung durch Experten (Partizipation),
ein kreativitätsförderndes, soziales Umfeld (Nachhaltigkeit) (vgl. Burow 1999. S. 123 ff).

Dementsprechend benötigt die Einrichtung Kreativer Felder ein Minimum an Maßnahmen, die einen Freiraum zur gemeinsamen Improvisation schaffen:

ein anregender, offener Ort, eine möglichst geringe Anzahl von hilfreichen Verhaltensregeln,
die Einigung auf ein faszinierendes gemeinsam geteiltes Thema, über das improvisiert werden soll,
eine vielfältig zusammengesetzte Diskussionsgruppe,
ein offener Zeitrahmen,
eine vorurteilsfreie, offene, nicht bewertende, dialogische Denk- und Kommunikationsstruktur,
die Lust am Improvisieren,
eine Struktur, die Selbstorganisation und Begegnung ermöglicht. (vgl. Burow 1999. S. 27)

Burow verdeutlicht, dass es eine Reihe von bewährten Verfahren gibt, die entsprechend Raum zur gemeinsamen Improvisation bieten und die dazu führen können, kreatives Potenzial zu fördern. Ebenso können sie Mangelsituationen verbessern oder im Team Neues erreichen. Es handelt sich um die bereits erwähnten Methoden Zukunftswerkstatt, Zukunftskonferenz und Open Space Konferenz, die von den Selbstorganisationsfähigkeiten der in einem bestimmten Feld vorhandenen Personen ausgehen und häufig zu ungeahnten Ergebnissen, Ideen und Entwicklungen führen. Durch den Einsatz der Methoden werden bewusst und planmäßig günstige Bedingungen für die Entwicklung Kreativer Felder geschaffen. Es entstehen interdisziplinäre Teams, die über einen längeren Zeitraum hinweg an einem gemeinsamen Projekt arbeiten und in denen jedes Teammitglied seine individuellen Kompetenzen einbringen kann.

Durch die Beantwortung folgender Fragestellungen in den drei Bereichen:

Individuelles Talent - Wo liegen meine Talente? - Wo liegen meine Defizite?

Feld (Kritiker/Institution) - Wer oder was unterstützt mich? - Wer oder was behindert mich?

Domäne/ Disziplin - Welche Domäne/ Disziplin liegt mir? - Welche liegt mir gar nicht?

finden die Egos Anknüpfungspunkte bzw. Synergiepartner und erreichen zusammen ein gemeinsam gesetztes Ziel (vgl. Burow 1999. S. 144 ff).

In Bezug zu meiner Arbeit ist zu klären, welche Anreize es geben muss, um ein Kreatives Feld im Netz zu erzeugen? Und ob die Anwendung von Zukunftswerkstätten im Internet das erreichen kann, was real stattfindende "Prozessorientierte Zukunftsmoderation" verspricht?

2.2 Die prozessorientierte Zukunftsmoderation

Unter Zukunftsmoderation versteht man Methoden der prozessorientierten Moderation von Großgruppen (vgl. Burow 1999). In dieser Arbeit steht das Verfahren der Zukunftswerkstatt von Robert Jungk im Mittelpunkt (vgl. Jungk/ Müllert 1997). Weiterhin können die Methoden der Zukunftskonferenz (vgl. Weisbord 1992), der Open Space Konferenz (vgl. Owen 1993) oder Dialogmethoden unter dem Begriff der Zukunftsmoderation zusammengefasst werden (vgl. Burow 1999). Ein wichtiges Anwendungsfeld der genannten Moderationsverfahren liegt im Wissens- und Innovationsmanagements von Großgruppen. Die Verfahren können in der Regel an ein- bis dreitägigen Veranstaltungen mit einer Gruppengröße von 10 bis 1000 Personen durchgeführt werden.

Die Methode Zukunftswerkstatt

Die Anfänge der Suche nach neuen Formen breiter Beteiligung an der Planung und Gestaltung von Zukunft reichen bis in die 60er Jahre zurück. Damals begann der Zukunftsforscher und Publizist Robert Jungk nach Wegen zu suchen, wie möglichst viele Menschen die Zukunft - von der sie selbst betroffen sind - mitgestalten könnten. Er entwickelte die Zukunftswerkstatt als ein an der Beteiligung der Betroffenen orientiertes, demokratisches Instrument der sozialen Problemlösung. Detailliert beschrieben wurde die Methode zum ersten Mal 1981 in einem von JUNGK und MÜLLERT herausgegebenen Band mit dem Titel "Zukunftswerkstätten - Wege zur Wiederbelebung der Demokratie"(vgl. Jungk/ Müllert, 1997). Das ursprüngliche Ziel der Arbeit in Zukunftswerkstätten besteht darin, jeden interessierten Bürger in die Entscheidungsfindungen und Problemlösungen mit einzubeziehen, die sonst nur Politikern, Experten und Planern vorbehalten sind. Die Bürger werden demnach zu "Experten in eigener Sache" und kommen als direkt Betroffene, im Verlauf von drei methodischen Schritten und angeleitet durch professionelle Moderatoren, selbst zu Wort, können Kritik üben, Phantasien entwickeln und nach Wegen zur Umsetzung ihrer Ideen suchen (vgl. Kuhnt/ Müllert 1996. S. 24 ff).

Eine Zukunftswerkstatt kann in wenigen Stunden aber auch an mehren Tagen durchgeführt werden. Ideal ist eine Gruppengröße von 12 bis 30 Personen (vgl. Jungk/ Müllert 1997. S. 75).

Das klassische Modell der Zukunftswerkstatt ist durch ein formales Strukturmodell mit klarem Regelwerk bestimmt. Der Ablauf gliedert sich in drei Hauptphasen:

Kernbereiche der Zukunftswerkstatt

I. Kritikphase

Kritik äußern und sammeln (in Stichworten)
Kritikpunkte auswählen und bewerten (Hauptkritikpunkte finden)

II. Phantasie- und Utopiephase

Ideen sammeln (Brainstorming zu den Hauptpunkten)
Ideen auswählen (Hauptideen)
Utopie(n) entwerfen

III. Realisierungs- und Verwirklichungsphase

Verwirklichungsmöglichkeiten sammeln (zu den Hauptideen)
Durchsetzungsmöglichkeiten abschätzen
erste Lösungsansätze finden und umsetzen

Diese drei Abschnitte werden von einer Vorbereitungs- und einer Nachbereitungsphase eingerahmt (vgl. ebd. S. 71 ff). Im Laufe der Zeit hat die Methode einen vielfältigen Entwicklungsprozess durchlaufen, es existieren zahlreiche Variationen und Ergänzungen zum Ursprungs-Modell. Zukunftswerkstätten werden inzwischen in sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen überall dort eingesetzt, wo Menschengruppen Probleme haben, zu deren Bewältigung ihnen herkömmliche Mittel nicht weiterhelfen können. Auch im Schulalltag kommen Zukunftswerkstätten zum Einsatz und haben in vielen Fällen zu erstaunlichen Ergebnissen geführt (vgl. Burow/ Neumann-Schönwetter 1995).

Neben der Zukunftswerkstatt entstanden in den vergangenen Jahren zahlreiche Methoden zur kreativen Gestaltung der Zukunft, die je nach Anwendungsgebiet von Personengruppen unterschiedlicher Größen durchgeführt werden:

die Zukunftskonferenz (eine an der Zukunftswerkstatt orientierte Methode in fünf Schritten) (vgl. Weisbord 1992).
die Open Space Konferenz (eine Methode der offenen Versammlungsform sehr großer Gruppen zur Auseinandersetzung mit bestimmten Themen) (vgl. Owen 1993).

In meiner Arbeit beschränke ich mich auf die Methode der Zukunftswerkstatt, die mittels des Mediums Internet durchgeführt werden soll.

2.3 Virtuelle Gemeinschaften

Sowohl die Wissensvermittlung in Schulen und Hochschulen, als auch die Kommunikation in Workshops, Konferenzen und Tagungen setzen in der Praxis noch immer auf die hohe Bedeutung der unmittelbaren Begegnung, auf die von einem gemeinsamen Alltag getragene emotionale Beziehung und auf den direkten Dialog. Jedoch werden seit Mitte der 90er Jahre vermehrt Projekte entwickelt, in denen virtuelle Gemeinschaften in Lernumgebungen im Mittelpunkt stehen (vgl. Lipnack/ Stamps 1997. S. 35 ff). In vielen Fachbereichen an Universitäten, in Weiter- und Fortbildungseinrichtungen von Unternehmen finden immer öfter CBTs (computer based training) und WBTs (web based training) ihre Anwendungsfelder.

Die jetzige Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Edelgard Bulmahn sieht in der breiten Nutzung von Informations- und Kommunikationstechniken im Bildungsbereich und der Einsatz multimedialer Wissensvermittlung eine Chance:

"zu neuen kooperativen Lehr- und Lernformen,
junge Menschen besser auf private und berufliche Anforderungen der Wissensgesellschaft vorzubereiten,
den Strukturwandel im Hochschulbereich zu unterstützen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hochschullehre zu erhalten und
für ein selbstbestimmtes ortsunabhängiges Lernen, ..."(vgl. Bulmahn 1999. S. 341)

Kreativität in virtuellen Welten:

Wie Burow zeigt, erweist sich das kreative Genie auch in der "Vor-Computer-Zeit" bei näherer Analyse als Ergebnis eines Zusammenwirkens verschiedenster Faktoren und Personen, die man als unterstützendes Hintergrundsnetzwerk betrachten kann. Niemand ist nur aus sich selbst heraus kreativ. Mit der digitalen Revolution bietet sich zusätzlich die Chance, dass wir solche Unterstützungsnetzwerke raum- und zeitunabhängig zu den verschiedensten Themen mit vergleichsweise geringem Aufwand selbst konstruieren können (vgl. Burow 2000).

LEVY schreibt, dass die digitale Revolution mit der Öffnung des Raums des Wissens die Durchsetzung eines universellen Menschheitsrechts auf Wissen ermöglicht. Der Raum des Wissens könnte so zu einem Ort der gegenseitigen Bereicherung werden und durch die universelle Erweiterung des Wissenshorizonts unabhängig von Raum und Zeit die Chance für eine "computergestützte Zivilisierung" eröffnen:

"Der Raum des Wissens beginnt zu leben, sobald man die konkrete Erfahrung macht, dass sich zwischenmenschliche Beziehungen auf ethischen Prinzipien gründen können: auf das Prinzip der Aufwertung von Menschen durch ihre Kompetenzen, auf das Prinzip der tatsächlichen Verwandlung von Unterschieden in kollektiven Reichtum und das Prinzip der Integration in einen dynamischen sozialen Prozess des Wissensaustausches, in dem jeder als vollwertige Person gesehen und in seinem Lernen nicht durch Programme, Vorbedingungen, a priori feststehende Klassifikationen oder vorschnelle Urteile darüber behindert wird, welches Wissen würdiger und welches weniger würdig sei." (Levy 1996. S.29)

Vielleicht wird sich das Internet, wie Clifford Stoll - ein langjähriger Computerfreak, der die Fronten desillusioniert gewechselt hat - lediglich als Ablenkungsmaschine und großer Zeitfresser erweisen. In seinem Bestseller "Die Wüste Internet" entwickelt er eine Art negatives Gegenbild zu LEVYs optimistischer Vision.

Ich meine, dass die Frage, welches Szenario sich durchsetzen wird, noch nicht entschieden ist. Insofern enthalten LEVYs Überlegungen - trotz aller angebrachten Skepsis - viele Anregungen, die wir beim Aufbau virtueller Gemeinschaften -etwa in computergestützten Zukunftswerkstätten- berücksichtigen können. LEVY ist der Meinung, dass die neuen Kommunikationstechnologien die Potentialität einer unabschätzbaren Bereicherung bei kreativen Schöpfungsprozessen haben können (vgl. Levy 1996. S. 32 ff). Man kann jedoch nicht davon ausgehen, dass dies zwangsläufig erfolgt und noch weniger, dass sie die Leistungen direkter Begegnung ersetzen können. So zeigen die Erfahrungen in der Literatur, dass neben den technischen Zugangsbedingungen eine ausführliche Präsenzphase eine entscheidende Rolle für das Gelingen von Onlineveranstaltungen spielen (vgl. Lipnack/ Stamps 1997. S. 227 ff).

Probleme und Chancen virtueller Gemeinschaften:

Hier soll nun kurz darauf eingegangen werden, welche möglichen Faktoren für die Entwicklung einer Zukunftswerkstatt im Netz zu berücksichtigen sind. Zu überprüfen gilt, ob diese Faktoren eher auf eine positive oder eine negative Entwicklung von Kreativen Feldern im Netz auswirken:

Anonymität:

Auf der einen Seite ist eine nicht vorhandene face-to-face Kommunikation eher hinderlich, um einen effektiven Dialog aufbauen zu können. Auf der anderen Seite fördert die Anonymität das Ausleben von Anteilen des Selbst, die in den lokalen Gemeinschaften vor Ort nicht zugelassen oder doch zumindest gehemmt werden. Hierarchien werden in virtuellen Formen der Zusammenarbeit noch stärker abgebaut. Die TeilnehmerInnen gehen in der Regel mehr aus sich heraus und geben mehr von sich preis (vgl. Lipnack/ Stamps 1997).

Lernautonomie:

In Onlineseminaren ist die Lerngruppe zwar fachlich-schriftlich präsent, aber die einzelnen müssen im Sinne des selbstgesteuerten Lernens eine sehr viel größere Lernautonomie entfalten als in einem face-to-face Seminar. Die Teilnehmenden müssen im Onlineseminar durch Lektüre der bereits verschriftlichten Diskussionsverlaufs sich selbst ein Bild machen. Auch die Möglichkeit des Moderators/ Tutors, die Diskussion direkt zu steuern, ist bei Onlineseminaren eingeschränkt. Zwar ist bei Onlineseminaren die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden sehr viel mehr auf die gesamte erfolgte Diskussionsbreite gerichtet, jedoch ist für den Moderator schwerer zu erkennen, über welche Aspekte die TeilnehmerInnen nachdenken und welchen Diskussionsbeitrag sie einbringen wollen. (vgl. Apel 1999)

Verbindlichkeit:

Eine neue Kommunikationsform, wie z. B. der in einer Zukunftswerkstatt-online, bedarf verbindlicher Absprachen, die von den Teilnehmenden eingehalten werden müssen, damit ein zielgerichteter Dialog stattfinden kann. Zwar haben die Teilnehmenden größere Möglichkeiten, ihre Diskussionsbeitrag zu plazieren, denn alles Gesagte in einem Onlineseminar wird schriftlich zusammengetragen. Sie tragen aber auch somit eine größere Verantwortung für das fachliche Gelingen eines Onlineseminars gegenüber einer face-to-face Veranstaltung. Dieses Problem könnte sich häufig in der Nichtbeteiligung in virtuellen Foren und Mailinglisten wieder spiegeln.

Sinnliche Wahrnehmung:

Dass die virtuelle Kommunikation im Netz ohne wechselseitige sinnliche Wahrnehmung verläuft, legt die Vermutung nahe, sie sei generell unpersönlich, nicht sinnlich, und womöglich auch weniger effektiv. Es besteht kaum die Möglichkeit, Gesten, die oft unbewusst vermittelten Hinweise auf Zustimmung, Verständnis oder Missverhältnis zu kommunizieren. Auch die Körpersprache lässt sich über das Medium Internet, wenn man keine Videoübertragung in Konferenzschaltungen einplant, kaum vermitteln.

Es gibt allerdings Möglichkeiten, über "Emotions" diese Einschränkungen zu kompensieren. Allerdings sind sie nur ein Hinweis auf jene Gefühle, des Gesprächspartners, die diesem bewusst sind und die er auch bereit ist preiszugeben. Der Gefühlsausdruck im Internet ist also stärker als in realen Kommunikationsformen, weil er auf bewusste Vermittlung von Gefühlen angewiesen ist. Die verschriftlichte Interaktion fordert von den Kommunikationspartnern eine Bereitschaft, Gefühle und Bewertungen bewusst zu vermitteln und solche Mitteilungen von anderen zu akzeptieren und zu verarbeiten.

Dokumentationsqualität:

Dem Weniger in der Kommunikationssituation, steht ein Mehr in der Kommunikationsdokumentation gegenüber und damit in der zeitlich möglichen Verarbeitung der Kommunikation. Die Qualität der Dokumentation kann als hoch effizient eingestuft werden, da sie bereits im Durchführungsprozess einer Onlineveranstaltung mitwächst und nicht später als nachgeschobene Dokumentation produziert wird. Man weiß in der Regel genau, wer was gesagt hat, wer an welchem Thema Interesse hat und wer sich wie beteiligt.

Flexibilität:

Während in einer real stattfindenden Veranstaltung die Teilnehmenden nur zur Seminarzeit zusammensitzen und man meist nur in Gruppensituationen auf die anderen TeilnehmerInnen reagieren kann, ist im Onlineseminar jeder Einzelne zu jeder Zeit ansprechbar. Die Chance, Themen auch dialogisch weiter zu vertiefen und persönliche schriftliche Kommunikation aufzubauen, ist in Onlineveranstaltungen leichter als in realen Veranstaltungen.

Der Vorteil, zeit- und raumversetzt kommunizieren zu können, hat in der Praxis den Nachteil, dass die Aufrechterhaltung von Interaktionen (z. B. bei einer Gruppenarbeit einer Zukunftswerkstatt) eine Dauerpräsenz erfordert. Nur wenn sich die Mehrzahl der Teilnehmenden regelmäßig beteiligt, können aufeinander aufbauende Reflexionen entstehen.

Selbstreflexivität:

Die Kompetenz der Selbstreflexivität wird zunehmend von den Internetusern gefordert. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass Turkel in Ihren Interviews mit 1000 jungen Internetusern belegt, dass das Internet auch immer mehr die Chance zur Selbsterfahrung und Selbstentfaltung bietet. (vgl. Turkel 1998. S. 323)

Jedoch birgt das Internet auch eine Gefahr, wenn die Netzerfahrungen die Realität ins Abseits drängt, wenn die reale Lebenswelt nur noch ein weiterer Erfahrungshorizont des Menschen neben den vielen Fenstern auf dem Bildschirm ist.

Als Pädagoge zum Teletutor:

Die Rolle des Lehrers als Moderator ist in der Pädagogik eine neue Herausforderung für die LeherInnenausbildung an Universitäten (vgl. Greif/ Kurtz 1996). Die Methode Zukunftswerkstatt ist eine Möglichkeit, Schüler selbstbestimmt ihre Interessen und Wünsche in den Schulalltag zu integrieren. Mit der Zukunftswerkstatt im Internet wird die Rolle des Moderators erweitert zum Teletutor. Dies bedeutet für den Moderator im Netz veränderte Handlungsmöglichkeiten für die Durchführung der Zukunftswerkstatt. Der Moderator als Teletutor kann nur eingeschränkt agieren. Probleme der Moderation treten auf, wenn auf einen Hinweis nicht reagiert wird, dieser kann dann vielleicht unverständlich formuliert worden sein, er kann auf Unlust seitens der TeilnehmerInnen gestoßen sein, oder diese haben momentan einfach keine Zeit, die gestellten Aufgaben zu erfüllen. Die unmittelbaren Reaktionen des Moderators auf die TeilnehmerInnen und umgekehrt, die z. B. bei einer Zukunftswerkstatt von großer Bedeutung sind, sind bei Onlineveranstaltungen nur zeitversetzt möglich.

Von hoher Wichtigkeit ist eine pädagogische Begleitung und die Vermittlung von Medienkompetenz für die Internetnutzung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Die Konzeption und Durchführung von Zukunftswerkstätten im Internet mit interaktiven Elementen und einer Moderation über das Netz ist ein Projekt, das u. a. gezielt mit StudentInnen aus dem Bereich der Erziehungswissenschaften durchgeführt werden soll. Dies verfolgt den Zweck, ihnen zum einen die Möglichkeit zu geben, selbst im Internet zu kommunizieren, zum anderen aber auch eine Methode der prozessorientierten Zukunftsmoderation für den Einsatz in Schulen aber auch in Universitäten im Internet zu entwickeln. Somit erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit unter pädagogischen Begleitung der Selbstentfaltung und gemeinschaftliches Handeln in virtuellen Räumen zu erfahren.

3. Aufbau der Dissertation

Im ersten Kapitel wird die gesellschaftliche Ausgangssituation im Hinblick auf die Verfahren der Zukunftsmoderation charakterisiert.

Ein rasanter technischer Wandel, insbesondere die Entwicklung der neuen Medien, der Globalisierungsprozess und der wachsende Drang zur Vernetzung des Wissens stellen eine Herausforderung für das Zusammenarbeiten von Gruppen dar. Aufgrund dessen ergeben sich zentrale Herausforderungen für gesellschaftliche Gruppen und Unternehmen. Im Mittelpunkt steht die Steigerung der Effizienz und beschleunigte Umsetzung, selbstständig denkende und handelnde Mitarbeiter in Unternehmen und permanente Innovationsfähigkeit. Neue Medien als Kommunikationsplattform bilden die Basis, um die Informationsfülle zu bewältigen und das Wissensmanagement zu effektivieren.

Im zweiten Kapitel wird über die Gestaltung von kreativen Prozessen im Internet mittels der Methoden der Zukunftsmoderation diskutiert. Nach der Darstellung von Rahmenbedingungen und des Ablaufes von kreativen Prozessen wird auf die Theorie des Kreativen Feldes eingegangen (siehe 2.2).

Um im nächsten Schritt die Potenziale und Grenzen von kreativen Prozessen im Internet darzustellen, werden zunächst die Kriterien einer virtuellen Kommunikationsstruktur erörtert (siehe 2.1).

Im dritten Kapitel steht die Beschreibung der Methode Zukunftswerkstatt im Mittelpunkt. Hier erfolgt zunächst eine detaillierte Beschreibung, um im folgenden Schritt die Plattform zur Durchführung von Zukunftswerkstätten im Internet zu erläutern. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Kapitels ist die Darstellung der Rolle des Moderators hinsichtlich seiner veränderten Aufgabenstellung bei der Begleitung der Gruppen im Internet.

Die Zukunftswerkstatt-online wird auf einer Website im Internet durchgeführt, die als Plattform für die Kommunikation unter den Teilnehmenden und mit dem Moderator, sowie der Vermittlung der Ergebnissen dient.

Das vierte Kapitel beinhaltet den empirischen Untersuchungsrahmen der Arbeit. Im Mittelpunkt steht die explorative Erkundung der Anwendung von Zukunftswerkstätten im Internet. Zuerst werden nun die Kriterien zur empirischen Überprüfung der Möglichkeiten und Grenzen einer Zukunftswerkstatt im Internet entwickelt.

Ziele der Untersuchung sind die Erkundung möglicher Unterschiede einer real durchgeführten Zukunftswerkstatt zur virtuellen Durchführung, sowie die Entwicklung und Optimierung einer internetbasierten Plattform für Zukunftswerkstätten im Internet.

Die Eingrenzung des Untersuchungsfeldes ist abhängig von konkreten Projekten, in denen eine Zukunftswerkstatt durchgeführt werden kann. Zum jetzigen Zeitpunkt, werden im Fachberereich 01 der Universität Kassel mit Studierenden virtuelle Zukunftswerkstätten durchgeführt. Weiterhin ist geplant, im Rahmen der lokalen Agenda 21 in einer Gemeinde Lohfelden mit Jugendlichen eine Zukunftswerkstatt im Internet zu initiieren. Hier soll über das Medium das Interesse der Jugendlichen geweckt werden, sich mit der Artikulierung ihre Kritikpunkte und Wünsche an der zukünftigen Gemeindeentwicklung zu beteiligen.

Weiter Anwendungsfelder, die zur Zeit geprüft werden, liegen im Bereich der Unternehmensentwicklung und der Lehrerfortbildung in Kooperation mit dem Zentrum für Medienkompetenz in Kassel.

3.1 Kriterien zur Durchführung einer Zukunftswerkstatt-online in einer virtuellen Gemeinschaft

Folgende Voraussetzungen zur Entwicklung einer Zukunftswerkstatt-Online werden in dieser Arbeit erfüllt:

es muss kommunikative Komponenten erhalten, in der eine regelmäßige Interaktion zwischen den Lernenden untereinander und dem Lehrenden stattfindet,
es sollte die Möglichkeit bestehen, an einem Dokument gleichzeitig arbeiten zu können,
Selbstdarstellung aller Teilnehmenden mit Foto und Kurzportrait,
eine "Bibliothek" mit Literaturhinweisen und Texten zum downloaden,
eine "Mailingliste", als Mailverteilsystem, das dafür sorgt, dass jede Mail, die an die Liste
geschrieben wird, an alle Teilnehmer/Innen gelangt,
ein "Chatroom" in dem die Teilnehmenden zeitgleich über Themen diskutieren können,
ein "Forum", in dem die Teilnehmenden die aktuellen Aufgabenstellungen bekommen und das jeweilige Feedback zu den zurückliegenden Diskussionen darstellen können,
die Lernoberfläche muss eine gute Visualisierung des Projekts ermöglichen,
ein gutes informationstechnische Hintergrundwissen der Teilnehmenden und
eine professionelle Moderationskompetenz im Netz.

Zusätzlich können weitere Medien in ein Onlineseminar eingebunden werden, die die Kommunikation der Teilnehmenden unterstützen. Z. B. können kurze Videosequenzen der Vorstellungsrunde, sowie digitale Fotos der TeilnehmerInnen ins Netz gestellt werden. Ebenso ist es denkbar Audiofiles, z. B einer Blitzlichtrunde der Präsenzphase, um den Teilnehmenden die Erinnerung an die Stimmen der Mitdiskutierenden geben zu können im Netz darzubieten. (vgl. Apel,1999)

Zu überprüfen gilt, ob die Kennzeichen und Kriterien einer virtuellen Lernumgebung bei einer Zukunftswerkstatt-online erfüllt werden können und ob in Computernetzen neuartige Begegnungsräume entstehen, in denen neue Formen digitaler Kreativität durch einen synergetischen Austausch entstehen.

4. Untersuchungsmethoden

4.1 Fokussierte Interviews

Mit Hilfe der qualitativen Analyse werden die potentiellen Auftraggeber der Zukunftswerkstätten-online befragt. Sie dient dazu, die Gründe für die Durchführung der Zukunftswerkstätten mit Hilfe des Internets zu erfragen und welche Erwartungen von Seiten der Auftraggeber an die Methode und das Medium gestellt werden. Die Ergebnisse der Befragung stellen weiterhin eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Fragebögen an die TeilnehmerInnen der Zukunftswerkstätten-online.

4.2 Teilstandardisierte Fragebögen

Die TeilnehmerInnen der Zukunftswerkstätten-online werden mittels eines Fragebogens per E-Mail befragt. Das Ziel der Befragung besteht in erster Linie darin, von den TeilnehmerInnen zu erfahren, wie ein virtuelles Netzwerk, welches mittels der Methode Zukunftswerkstatt-online moderiert wird, beschaffen sein muss, damit ungenutzte kreative Potenziale entfaltet werden können. Insbesondere der Stellenwert von neuen Technologien für die Entfaltung von kreativen Potenzialen soll hier im Mittelpunkt stehen. Zu überprüfen gilt ebenso die technische Handhabung sowie die Kommunikationsmöglichkeiten der Methode Zukunftswerkstatt im Internet.

5. Zeitplanung und Ablauf der Untersuchungen

Die Untersuchung gliedert sich in vier Abschnitte unterschiedlicher Länge:

I. Erkundungsphase Oktober 2000 bis Oktober 2001

Bis zum 30. September 2000 erfolgt die Anmeldung zur Promotion an der Universität Gesamthochschule Kassel, die entsprechende Abgabe des Exposees.
Ab Oktober 2000 beginnt die Phase der Recherche und die Darstellung der Erkenntnisse laut den Inhalten des o. g. ersten Teiles der Promotion. In dieser Phase werden die Ergebnisse von fokussierten Interviews die Erkenntnisse unterstützen.
Es folgt eine Einordnung in die Theorie der Entstehung Kreativer Felder und der virtuellen Teams. Mit der Organisation der Zukunftswerkstätten-online wird parallel begonnen.

II. Oktober 2001 bis Oktober 2002

In dieser Phase erfolgt die Durchführung und Auswertung der Zukunftswerkstätten-online.

III. Zusammenfassung, Ausarbeitung und Einordnung der Ergebnisse bis Mai 2003

Die gewonnen Erkenntnisse bilden die Grundlage der Dissertation, die bis Mai 2003 fertiggestellt werden soll.

IV. Disputation und Abschluss des Promotionsverfahrens bis Oktober 2003

Diese Phase gestaltet sich entsprechend der Vorgaben der Hochschule.

6. Literaturverzeichnis

Apel, Heino: Teleteaching und Teletutoring, Erfahrungen mit Online-Seminaren. In: Medien und Erziehung, Nr. 4, August 1999. (S. 221-225)
Bahl, Anke: Zwischen On- und Offline. Identität und Selbstdarstellung im Internet. München 1997
Beck, Ulrich/ Beck-Gernsheim, Elisabeth: Individualisierung in modernen Gesellschaften — Perspektiven und Kontroversen einer subjektorientierten Soziologie, in Beck, U./Beck-Gernsheim, E. (Hg.): Riskante Freiheiten, Frankfurt a.M. 1994.S. 10-42
Beck, Ulrich: Perspektiven der Weltgesellschaft. Frankfurt am Main 1998.
Bulmahn, Edelgard: Bildung für die Zukunft — Die Aufgaben der neuen Medien, in Medien und Erziehung, Nr. 6, Dezember 1999.
Burger, Cora: Groupware, Kooperationsunterstützung für verteilte Anwendungen. Heidelberg 1997.
Burow, Olaf Axel / Neumann-Schönwetter, Marina: Zukunftswerkstatt in Schule und Unterricht. Hamburg 1995
Burow, Axel-Olaf: Die Individualisierungsfalle - Kreativität gibt es nur im Plural. Stuttgart 1999.
Burow, Axel-Olaf: Ich bin gut - wir sind besser. Stuttgart 2000.
Bordieu, P. : Die feinen Unterschiede. Zur Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. ???Stuttgart 1982
Cole, Tim: Erfolgsfaktor Internet. München 1999.
Csikszentmihalyi, Mihaly: Kreativität. 2. Auflage. Stuttgart 1997
Greif, Siegfried/ Kurtz, Hans Jürgen (Hrsg.): Handbuch selbstorganisiertes Lernen. Göttingen 1996.
Döring, N.: Kommunikation im Internet: Neue theoretische Ansätze. In: Batinic, B. (Hrsg.) Internet für Psychologen. Göttingen 1997
Günther, W./ Mandl, H. (Hrsg.): Telelearning. Aufgaben und Chancen für Bildung und Gesellschaft. DeutscheTelekom, Bonn. 1997
Hooffacker, Gabriele: Empowering the information poor. Vortrag, Akademie Remscheid 1995, veröffentlicht in: Wir nutzen Netze. Ein kommunikatives Manifest. Göttingen 1995
Jungk, Robert/ Müllert, Norbert R: Zukunftswerkstätten. Mit Phantasie gegen Routine und Resignation. 6. Auflage. München 1997.
Kelly, Kevin: Das Ende der Kontrolle. Bollmann, Mannheim 1997.
Kuhnt, Beate/ Müllert, Norbert R.: Moderationsfibel Zukunftswerkstätten. Münster 1996.
Levy, P.: Die kollektive Intelligenz. Eine Anthropologie des Cyberspace. Mannheim 1996.
Lipnack, Jessica/ Stamps, Jeffrey: Virtuelle Teams. Wien/ Frankfurt 1997.
Lokk, Peter/ Hooffacker, Gabriele: Online-Guide Politik & Gesellschaft, Reinbeck 1997
Lück, Helmut E.: Die Feldtheorie und Kurt Lewin. Weinheim 1996.
Owen, Harrison: Open space technologie - a user guide. Abbott Publishing. Potomac 1993.
Schifman, Richard S./ Heinrich, Günther: Multimedia-Projektmanagement. Berlin/ Heidelberg 1999.
Schwarzer, R. (Hrsg.): Multimedia und Telelearning: Lernen im Cyberspace. Frankfurt 1998
Turkle, Sherry: Leben im Netz. Identität in Zeiten des Internet. Reinbek 1998
Utz, Sonja: Kommunikationsstrukturen und Persönlichkeitsaspekte bei MUD-Nutzern. Diplomarbeit Universität Eichstädt 1996 (http:// 134.176.139.60/SICP/public/sonja1.htm
Weisbord Marvin R. and 35 international Co - Authors: Discovering common Ground. San Francisco 1992.
Weisbord Marvin Ross / Janoff, Sandra: Future Search Conference - An Aktion Guide to Finding Common Ground in Organisation and Communities. San Francisco 1996.
Wheatley , M. J.: Quantensprung der Führungskunst. Die neuen Denkmodelle der Naturwissenschaften revolutionieren die Management-Praxis. Reinbeck 1997.

Internet

http://www.virtualteams.com
http://www.uni-giessen.de/eb/online.de
http://www.zurbonsen.de
http://www.uni-kassel.de/fb1/burow